| Geschichte |
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| Geschrieben von HaWe aus E | |
| Donnerstag, 29. Juni 2006 | |
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Die Fußballbegeisterung kannte kurz nach der Jahrhundertwende keine Grenzen. Einem Vater - sein Name wurde vorsorglich vergessen - wurde später nachgesagt, er habe seinem Sohn Weihnachten den neuen Ball weggenommen, um mit den Worten „Kind, jeh auf seit, der Papa muss spielen“ diesen möglichst ungestört nutzen zu können. Gleich zwei Vereine wurden im damals schon fußballbegeisterten Endenich gegründet, 1908 der Fußballclub FK Viktoria und 1911 der Fußballclub FC Alemannia. Im Jahre 1920 sind beide zum Fußballverein FV 08 Endenich vereinigt worden. In der Gaststätte Oelpenich an der Endenicher Straße wurde im Jahre 1908 die Satzungen aufgestellt, denn man wollte einen richtigen Verein haben, und man wollte siegen, deshalb sollte der Klub Viktoria heißen. Den Vorsitz übernahm für die ersten Jahre Willi Eischeidt, der dann von Peter Gerfelder abgelöst wurde.
Die Anschaffung eines Balles und der Kreide, die im Sack zu jedem Spiel mitgeschleppt werden musste, erforderte in den Anfangszeiten schon Entbehrungen. Wenn das Startgeld für einen Wettkampf nicht zusammenkam, mussten alle Spieler ihr Sonntagsgeld zusammenlegen. Zu jedem Spiel wurden die Torlatten mitgenommen und zuvor die Schuhbänder sorgfältig mit Kreide geweißt.
Im Jahre 1919 trat der Verein dem Westdeutschen Spielverband bei. Das angesetzte Befähigungsspiel gegen den Beueler Spielverein wurde zwar mit 5:1 gewonnen, aber vorher musste noch ein Spieler von seiner eigenen Hochzeit geholt werden. Denn ohne Josef Radermacher werde man verlieren. Er schoss dann auch prompt zwei Tore an seinem Hochzeitstag. Bei einem Fass Bier im Flodeling wurde im Jahre 1911 von einigen sportbegeisterten Jungen der Fußballclub Alemannia gegründet. Als erster Fußballplatz diente ein abgeerntetes Feld am Schieffelingsweg; später stellte die Familie Nathan eine Fläche ihres Ziegeleigeländes zur Verfügung. Gespielt wurde ohne feste Regeln, meist spielte man bis zur Entscheidung. Kurz vor dem Zusammenschluss 1920 gelang es noch bei den Vaterländischen Festspielen in die A-Klasse zu gelangen. Anton Kastenholz war lange Zeit Vorsitzender der Alemannia.
Berühmtester FVE`ler ist wohl Josef Nettekoven. Der aus der eigenen Jugend hervorgegangene Nettekoven wechselte später zum Bonner FV und war als Torhüter an vielen Siegen der „Schwarzjacken“ beteiligt. Nach dem zweiten Weltkrieg hatte er großen Anteil am Wiederbeginn der Endenicher Fußballspiele. Hier spielte er ab 1946 sogar wieder aktiv beim FVE. Ab 1949 betätigte er sich zuerst bei kleineren Vereinen als Schiedsrichter, dann schon nach einem halben Jahr nur noch bei Oberligaspielen. Ein weiteres Jahr später pfiff Nettekoven schon die Spiele um die Deutsche Meisterschaft. Im Jahre 1952 leitete er vor 100.000 Zuschauern im Berliner Olympiastadion das Gruppenspiel um die Deutsche Meisterschaft zwischen Tennis-Borussia Berlin und dem VfB Stuttgart sowie das Endspiel in Ludwigshafen. Im August 1968 feierte der Verein sein 60jähriges Bestehen, wobei die Mitbegründer Heinrich Bungardt, Hubert Hoff und Albert Münz anwesend waren. Der Vorsitzende Albrecht Suhrcke konnte dabei 15 Mitglieder mit der goldenen Ehrennadel auszeichnen, u.a. Werner Vieten den früheren Vorsitzenden des Vereins.
Der Vorsitz ging anschließend an Josef Strunck über, der 1964 von Josef Zündorf abgelöst wurde. 1967 folgte Erwin Girnstein, 1968 Albrecht Suhrcke. Im Jahre 1969 wurde wiederum Erwin Girnstein Vorsitzender, gefolgt von Mathias Waldbrühl 1971 sowie Willi Halfen ab 1973. Willi Halfen führte den Verein bis zum Jahr 1986.
In den darauf folgenden Jahren hatten Wolfgang Molitor, Friedhelm Stoffels, Hans Müller sowie Willi Boltersdorf den Vorsitz inne. Ab 1996 war Karl Gehlen für die Geschicke des FVE zuständig. Ihm folgte 2000 Werner Imig.
Sportlich ging es für den FVE rauf und runter. So spielt man ab der Saison 1951/52 sieben Jahre lang in der Bezirksliga. Dort durften die Endenicher auf dem Uni-Sportplatz bei Lokalderbys, z.B. gegen Preußen Duisdorf, bis zu 600 Zuschauer begrüßen. In der Saison 1968/69 folgte der Absturz in die 3.Kreisklasse, da erste mal seit dem Enden des zweiten Weltkrieges. In den folgenden Jahren pendelte man stetig zwischen 2. und 3. Kreisklasse.
Zum Jubiläum gelang dem FVE jedoch der große Wurf. Als Tabellenzweiter kehrt der FVE über die „Quotenregelung“ zurück in die Bezirksliga, das dritte mal seit Wiederaufnahme des Spielbetriebs 1948. Am 16.09.2008 gewann der FVE zudem erstmals in der Vereinsgeschichte den Bonner Kreispokal. Im Finale wurde der Landesligist VfL Alfter mit 3:1 besiegt.
Abgerundet wurde das freudige Ereignis durch den Aufstieg der Zweiten Mannschaft in die Kreisliga B. Es ist übrigens ebenfalls erst der dritte Aufstieg in die Kreisliga B seit 1948. Zuvor gelang dies nur in den Spielzeiten 92/93 und 96/97. Seit zwei Spielzeiten nimmt der FVE mit einer Frauenmannschaft am Spielbetrieb teil und liegt damit im Trend des DFB, der einen enormen Zuwachs an weiblichen Spielern verzeichnet. Lief das erste Jahr noch nicht rund, so erreichte die Mannschaft aktuell einen beachtlichen fünften Platz in der Bonner Kreisliga. Die Jugendabteilung des FVE gehört zu den Mitgliedsstärksten in Bonn. Zur Zeit spielen 12 Jugendmannschaften um Meisterschaftspunkte, darunter auch zwei Mädchenteams. Unsere Kleinsten, die Bambinis, jagen ebenfalls mit viel Begeisterung dem Ball hinterher.
Zum Vereinsleben tragen eine Vielzahl von Aktivitäten bei. So ist der FVE im Karneval stets aktiv. Weiterhin werden Sommerfeste, Fußballturniere und Weihnachtsbasare veranstaltet. Ohne unsere „Alten Herren“ wären diese Veranstaltungen wohl nicht möglich.
Abschlusstabellen des FVE seit dem Jahre 1947:
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2 | : | 1 |
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3 | : | 0 |
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7 | : | 2 |
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4 | : | 1 |
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1 | : | 1 |
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7 | : | 1 |
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0 | : | 0 |
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3 | : | 0 |
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5 | : | 0 |
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0 | : | 1 |
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3 | : | 0 |
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5 | : | 0 |
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1 | : | 1 |
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: | ||
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1 | : | 5 |
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0 | : | 5 |
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6 | : | 2 |
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1 | : | 1 |
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0 | : | 1 |
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0 | : | 0 |
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4 | : | 2 |
| P | |||
| 1 |
| Wormersdorf | 6 |
| 2 |
| Oberdrees | 6 |
| 3 |
| Wachtberg II | 4 |
| 4 |
| Witterschlick | 4 |
| 5 |
| Muffendorf | 3 |
| 6 |
| FVE II | 3 |
| gesamte Tabelle |
| P | |||
| 1 |
| Wachtberg | 6 |
| 2 |
| Merzbach | 4 |
| 3 |
| Rösberg | 4 |
| 4 |
| Plittersdorf | 4 |
| 5 |
| Ennert | 3 |
| : | |||
| 8 |
| FVE | 0 |
| gesamte Tabelle |